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aktuelle News

20.08.2018

Mieten & Vermieten: Mietspiegel: Nachbarstädte müssen bei Mieterhöhung vergleichbar sein

Das Amtsgericht Darmstadt entschied in einem aktuellen Urteil, dass eine Mieterhöhung mit Bezug auf den Mietspiegel einer Nachbarstadt nur dann ordnungsgemäß ist, wenn die beiden Gemeinden miteinander vergleichbar sind. Eine größere Universitätsstadt sei beispielsweise nicht mit einer Kleinstadt vergleichbar (AZ 303 C 156/17). Im vorliegenden Fall hatte ein Vermieter einer Wohnung in Griesheim verlangt, dass sein Mieter einer Mieterhöhung zustimmt. Er begründete diese mit Bezug auf den Mietspiegel im angrenzenden Darmstadt, wo insgesamt 155.000 Einwohner leben. Ein eigener Mietspiegel für Griesheim mit 27.000 Einwohnern ist nicht vorhanden. Der Mieter weigerte sich jedoch, die Mieterhöhung zu akzeptieren und argumentierte, dass die beiden Städte aufgrund der Einwohnerzahl nicht miteinander vergleichbar seien. Das Gericht gab nun aktuell dem Mieter recht und wies die Klage ab. Der aus Darmstadt herangezogene Mietspiegel war nicht für eine Wohnung in Griesheim geeignet. Zwar dürfen sich Vermieter grundsätzlich auf Mietspiegel von Nachbarstädten berufen, jedoch müssen diese in den Bereichen Wirtschaft, Kultur sowie sozialer Infrastruktur miteinander vergleichbar sein. © photodune.net

17.08.2018

Baubranche: Finanztipp: Baumängel sind steuerlich nicht absetzbar!

Baumängel können nicht als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend gemacht werden. So lautet die Entscheidung des Bundesfinanzhofes zu einem aktuellen Fall, auf den der Infodienst Recht und Steuern der LBS hinweist (AZ VI B 106/17). Hierbei hatte ein Eigentümer selbst Schäden beseitigt, die durch Baumängel entstanden sind. Da er keinerlei Ersatzansprüche aufgrund von Verjährung geltend machen konnte, versuchte er, seine Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend zu machen, da ihm zufolge sein existenznotwendiger Grundbedarf, das Wohnen, betroffen gewesen war. Der Bundesgerichtshof lehnte den Antrag jedoch ab. Zwar könne im Falle von Gesundheitsgefährdungen der Eigentümer eine Ausnahme in Frage kommen – diese Regelung gilt jedoch nicht für übliche Baumängel, die die Nutzung des Gebäudes nie elementar in Frage gestellt hätten. Quelle: LBS © photodune.net

16.08.2018

Marktdaten: Ein- und Zweifamilienhäuser: Zwangsversteigerungen nehmen zu

Die Zwangsversteigerungen haben in den ersten sechs Monaten 2018 stark zugenommen. Vor allem im Segment der Scheidungs- und Erbimmobilien fanden rund 17 Prozent mehr Auflösungstermine statt. Dies hat der Fachverlag Argeta auf Basis einer aktuellen Auswertung von mehr als 500 Amtsgerichten bekannt gegeben. Den Hauptanteil bei Zwangsversteigerungen machen Ein- und Zweifamilienhäuser mit etwa 68 Prozent aus, gefolgt vom Segment der Eigentumswohnungen. Gewerbegrundstücke, Wohn- und Geschäftshäuser, Grundstücke und sonstige Immobilien machen zusammen etwa 32 Prozent der Zwangsversteigerungen aus. Da das allgemeine Preisniveau am Immobilienmarkt vor allem in Großstädten hoch ist, ist die Nachfrage nach Zwangsversteigerungsobjekten aufgrund der tendenziell niedrigeren Verkehrswertfestsetzungen groß. Denn wer sich im Streit von einer Immobilie trennt, muss sich in der Regel mit einem niedrigeren Preis zufrieden geben. Quelle: Argreta © photodune.net

15.08.2018

Immobilienkauf: Vom Mieter zum Eigentümer: Kaufangebote stets sorgfältig prüfen!

Immer wieder bieten Baugenossenschaften und Wohnungsgesellschaften Mietern ihre Immobilien und Wohnungen zum Kauf an – teilweise zu attraktiven Konditionen. Da viele Menschen von den eigenen vier Wänden träumen, nimmt so mancher Mieter das Angebot wahr und wandelt seinen Mietvertrag in eine Immobilienfinanzierung um. Doch der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) rät hier zur Vorsicht. Denn nicht jedes scheinbar günstige Angebot ist ein wirklich gutes Geschäft. Mit den veränderten Eigentumsverhältnissen gehen auch Pflichten einher, denen man innerhalb einer neuen Gemeinschaft nachkommen muss. Unangenehm kann es werden, wenn ein Großteil der Wohnungen an einen Investor geht und dieser stets die Mehrheit bei wichtigen Entscheidungen hat. Damit der Kauf der eigenen Mietwohnung kein Reinfall wird, hat der VPB als Verbraucherschutzverband den Ratgeber "Vom Mieter zum Eigentümer" herausgegeben, der im Internet unter www.vpb.de kostenlos heruntergeladen werden kann. Quelle: VPB © Fotolia.de / AndyDeanPhotography

14.08.2018

Energieeffizienz: Studie: KWK zeigt neue Wege zur Wärmewende

Mit einem Mix aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Strom aus erneuerbaren Energien lassen sich die Klimaziele der Bundesregierung besser bewältigen. Dies ist das Fazit einer aktuellen Studie, die der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK) beim Fraunhofer-Institut in Auftrag gegeben hat. Den Studienerkenntnissen zufolge, kann eine rein auf Elektrifizierung sowie den Einsatz von strombetriebenen Wärmepumpen ausgerichtete Strategie nicht den gewünschten Erfolg einer Wärmewende erzielen. Eine Kombination von Strom aus erneuerbaren Energien und KWK sei dagegen ideal, um sich gegenseitig zu ergänzen und flexibler zur werden. Ein intensiver Ausbau gasbasierter KWK mit Wärmenetzen kann einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung des gesamten Energieversorgungssystems leisten, so das Fazit der Studieninitiatoren. Voraussetzung aber ist, dass die Betreiber von KWK-Anlagen weiter entlastet werden. Der BKWK kritisiert, dass seit dem 1. Januar Betreiber von Anlagen mit mehr als 10 kW Leistung, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb gegangen sind, die volle EEG-Umlage und damit rund 4,1 Ct/kWh mehr auf den selbst verbrauchten Strom zahlen müssen. Quelle: BKWK © photodune.net

13.08.2018

Mieten & Vermieten: Urteil: Untermieter haftet in der Regel für Energieverbrauch

In einem aktuellen Urteil entschied der Bundesgerichtshof, dass im Falle einer vollständigen Untervermietung der Untermieter Vertragspartner des Energieversorgers ist und für die Kosten haftbar gemacht werden kann. Ob eine Berechtigung für den Untermietvertrag vorlag, spielt für die Haftbarkeit keine Rolle (AZ VIII ZR 253/17). Im vorliegenden Fall hatte ein Energieversorger einen Mieter verklagt, da sein Untermieter Gaslieferungen nicht mehr bezahlte. Der Untermietvertrag wurde zwar nur mündlich geschlossen, dennoch wies der Mieter die Forderung ab und nannte den Untermieter als rechtmäßigen Vertragspartner. Das Gericht entschied nun, die Klage gegen den Mieter abzuweisen. Der Vertrag mit dem Energieversorger sei mit dem Inhaber der tatsächlichen Verfügungsgewalt über den Versorgungsanschluss am Übergabepunkt geschlossen worden – also mit dem Untermieter. Es sei unerheblich, dass der Mieter nicht zur Weitervermietung berechtigt gewesen war. © photodune.net

10.08.2018

Leben & Wohnen: Hausnotruf-Dienste: 9 Anbieter im Test

Menschen, die auch im Alter in der eigenen Immobilie wohnen bleiben möchten, greifen neben einem guten Netzwerk aus Freunden und Bekannten immer öfter auf externe Dienstleister zurück, um Hilfe im Alltag oder in Notsituationen zu erhalten. Stiftung Warentest hat neun private und gemeinnützige Anbieter und deren Bearbeitung von Notrufen getestet. Die Tester konfrontierten die Anbieter per Notrufknopf mit typischen Situationen, wie sie tagtäglich in den Zentralen eintreffen. Die wichtigste Priorität legten die Prüfer darauf, wie die Dienste bei dem Alarm reagierten. Das Vertragswerk, die Beratung und die Inbetriebnahme der Geräte waren ebenfalls Prüfkriterien. Insgesamt reagierten die meisten Anbieter innerhalb von Sekunden und informierten schnell die entsprechenden Kontaktpersonen. Die Prüfer kritisierten jedoch, dass nur selten nach der speziellen Situation nachgefragt wurde. Schwächen wurden ebenfalls bei der Beratung und dem Kundenservice festgestellt. Von den neun Anbietern bearbeiteten vier Notrufdienste die simulierten Notrufe gut. Der Test findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter  www.test.de/hausnotruf abrufbar. Quelle: Stiftung Warentest © photodune.net

09.08.2018

Marktdaten: Immobilienmarkt: Preisentwicklung in Großstädten ist bedenklich

Von einer Immobilienblase kann in Deutschland noch keine Rede sein. Anders sieht die Lage in Ländern wie Schweden oder Großbritannien aus, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer aktuellen Studie herausgefunden hat. Die niedrige Verschuldung der Privathaushalte in Deutschland ist ein wesentlicher Grund für diese insgesamt moderate Preisentwicklung. Bedenklich sei allerdings die Lage in den Großstädten und Ballungszentren der Bundesrepublik. So fanden sich der Studie zufolge in den sieben größten Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart Anzeichen für spekulative Preisübertreibungen, insbesondere im Segment der Geschosswohnungsneubauten. Doch auch wenn die Gefahr einer Immobilienblase lediglich für die Ballungszentren des Landes wahrscheinlicher ist, kann und muss die Politik den Studieninitiatoren zufolge mit den richtigen Marktinstrumenten und klaren Regeln diesem Trend entgegenwirken, um das Verhältnis von Verschuldung und Einkommen der Haushalte in Zukunft deckeln zu können. Quelle: DIW © photodune.net

08.08.2018

Baubranche: Bautipp: Ombudsmann hilft bei vertraglichen Problemen

Ein Hausbau ist eine komplexe Angelegenheit. Auseinandersetzungen oder sogar Streitigkeiten mit Behörden, Planern, Baufirmen oder auch Nachbarn sind keine Seltenheit. Da dies meist mit zeitlichen und finanziellen Konsequenzen verbunden ist, empfiehlt der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB), Unstimmigkeiten von Anfang an zu vermeiden. Die Erfahrung der Bauexperten hat gezeigt, dass durch eine gute Kommunikation zwischen Bauherr und allen anderen Baubeteiligten die meisten Missverständnisse gar nicht erst entstehen. Aus diesem Grund haben der Verband Privater Bauherren und der Immobilienverband Deutschland (IVD) seit Anfang Februar dieses Jahres den "Ombudsmann Immobilien IVD/VPB – Grunderwerb und -verwaltung" ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Schlichtungsstelle, die speziell für Verbraucher eingerichtet worden ist und vom Bundesamt für Justiz anerkannt wird. Sie kann von allen privaten Bauherren kostenlos angerufen werden, die Hilfe bei ihrem Bauprojekt wünschen. Der Ombudsmann kann bei klassischen Problemen wie Fragen zum Zahlungsplan, Terminvereinbarungen oder ungenauen Leistungsbeschreibungen vermitteln. Quelle: VPB © photodune.net

07.08.2018

Energieeffizienz: Efficiency First: Verbände plädieren für starkes Gebäudeenergiegesetz

In einem offenen Brief an die zuständigen Bundesminister fordert ein Zusammenschluss verschiedener Verbände, die energetischen Anforderungen des geplanten Gebäudeenergiegesetzes nicht die bestehenden Standards aufweichen zu lassen. Forderungen aus der Wohnungswirtschaft nach Öffnungsklauseln oder Flexibilisierungsoptionen halten die Verbände für kritisch. In dem neuen Gebäudeenergiegesetz sollen die bislang geltende Energieeinsparverordnung, das Energieeinsparungs- und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zusammengeführt werden. Das Nebeneinander der bestehenden Regelwerke hat immer wieder zu Problemen bei der Anwendung und Durchsetzung geführt. Auch waren diese nicht immer optimal aufeinander abgestimmt. Die Verbände mahnen trotzdem an, dass das im Koalitionsvertrag ausdrücklich genannte "Efficiency First"-Prinzip beibehalten werden muss. Zumindest müsse weiterhin der Standard „Effizienzhaus 55“ oder besser sichergestellt werden, um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Quelle: Deutsche Umwelthilfe (DUH) © photodune.net